Allgemeine Ausbildungsrichtlinien

des Fachverbandes der Kraftfahrschulen (und gleichzeitig Schulordnung der Ing. Werner Dolejschi Fahrschulen GmbH)

 

I. Allgemeines

 

Die Ausbildungsbedingungen des Fachverbandes der Kraftfahrschulen sind Bestandteile des Ausbildungsauftrages.

 

II. Ausbildung

 

Die Fahrschule verpflichtet sich, dem Fahrschüler - bei dessen ordnungsgemäß der Mitarbeit, gemäß den kraftfahrrechtlich vorgeschriebenen Lehrplänen - jene Kenntnisse und Fertigkeit zu vermitteln, die für ein sicheres Lenken von Fahrzeugen der beabsichtigten Gruppe notwendig sind und die erfolgreiche Ablegung der Lenkerprüfung durch den Schüler erwarten lassen.
Es obliegt dem Fahrschüler, die körperlichen und geistigen Voraussetzung für eine positive Beurteilung der Verkehrszuverlässigkeit und für den Erwerb der angestrebten Lenkerberechtigung zu erbringen. Die Fahrschule empfiehlt daher dem Fahrschüler - zur Vermeidung unnötiger Kosten - sich frühzeitig (bestimmt vor der ersten Fahrstunde) einer Führerscheinuntersuchung zu unterziehen. (Das ärztliche Gutachten ist ab Ausstellungsdatum 1 ½ Jahr gültig!) Der Ausbildungsauftrag besteht unabhängig von der behördlichen Zulassung zur Lenkerprüfung.
Theoretische Ausbildung: Die theoretische Ausbildung erfolgt im Rahmen der kraftfahrrechtlichen Vorschriften, des Lehrplanes des Fachverbandes der Kraftfahrschulen sowie des Ausbildungsprogramms der Fahrschule. Der Fahrschüler verpflichtet sich, den gesamten Ausbildungskurs vollständig zu absolvieren. Ein vorzeitiges Verlassen des Unterrichtes ist nur in begründeten Ausnahmefällen erlaubt. Die ausfallende(n) Unterrichtseinheit(en) ist/sind nachzuholen (vg. § 64b, Abs 2 KDV iVm Anlage 10a zur KDV*).Der Fahrschüler ist u.a. dann vom Unterricht auszuschließen, wenn er unter dem Einfluss von Alkohol oder anderen berauschenden Mitteln steht. In diesen Fällen hat der Fahrschüler mit den Verzugsfolgen nach Punkt V. 2.) 1. Satz zu rechnen.
Praktische Ausbildung: Die praktische Fahrausbildung erfolgt im Rahmen der kraftfahrrechtlichen Vorschriften des Lehrplanes des Fachverbandes der Kraftfahrschulen sowie des Ausbildungsprogramms der Fahrschule. Die Dauer einer Unterrichtseinheit (UE) beträgt 50 Minuten. Die Benützung von Schulfahrzeugen und sonstigen Schuleinrichtungen ist nur im Beisein eines Beauftragten der Fahrschule gestattet. Bei der praktischen Ausbildung ist den Anordnungen des Fahrlehrers unbedingt Folge zu leisten. Schäden, die durch das Nichtbefolgen von Anordnungen des Lehrers entstehen, gehen zu Lasten des Fahrschülers. Die Unterrichtseinheit beginnt am Standort oder am Übungsplatz der Fahrschule und endet dort. Wird sie über Wunsch des Fahrschülers an einem anderen Ort begonnen oder/und beendet, ist die Wegzeit des Fahrlehrers zwischen diesen Orten und dem Standort der Fahrschule einzurechnen. Ein Mitfahren Dritter im Schulfahrzeug während der Unterrichtseinheit ist nur mit Zustimmung der Fahrschulleitung gestattet. Gleiches gilt für die Mitnahme von Tieren. Die praktische Ausbildung auf einem Fahrzeug der Gruppe C bzw. C/E, E, gemäß dem Lehrplan C des Fachverbandes sowie des Lehrplanes der Fahrschule, kann erst erfolgen, wenn die kraftfahrrechtlich vorgeschriebenen Unterrichtseinheiten auf dem Fahrzeug der Gruppe B absolviert worden sind. Die Voraussetzung für die Prüfungsfreigabe durch die Fahrschule sind vom Fahrschüler zu erfüllen. Beim Fehlen derselben sind sie vom Fahrschüler durch eine gesonderte Ausbildung nach den kraftfahrrechtlichen Bestimmungen nachzuholen. Absolviert der Fahrschüler eine Ergänzungsausbildung, wird davon ausgegangen, dass er die für die bereits erteilte Lenkerberechtigung erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt.
Liegt die theoretische- und praktische Ausbildung (oder Teile davon) länger als 18 Monate zurück, so sind diese Unterrichtseinheiten vom Führerscheinwerber zu wiederholen und zu bezahlen. FSG § 10,Abs.2,Z.2.

 

III. Lenkerprüfung

 

Nach dem Erwerb der Kenntnisse und Fähigkeiten für die Erlangung der angestrebten Lenkerberechtigung hat die Fahrschule im Einvernehmen mit der Behörde dem Fahrschüler in einem angemessenen Zeitraum einen Prüfungstermin anzubieten.
Die Anmeldung zur amtlichen Lenkerprüfung durch die Fahrschule erfolgt, wenn durch geeignete Feststellung das Erreichen des Ausbildungszieles in der Theorie und Praxis voraussichtlich gewährleistet erscheint.
Wird durch die Fahrschule festgestellt, dass der Fahrschüler die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten noch nicht erlangt hat, ist die Ausbildung zur Erlangung des Ausbildungszieles fortzusetzen.
Ab der 3. Anmeldung + für jedes weitere Verschieben einer PC Prüfung stellen wir €15,- in Rechnung. Diese werden bei der Anmeldung zu einem weiteren Termin bezahlt!
Zur theoretischen Computerprüfung und amtlichen Lenkerprüfung hat der Fahrschüler einen gültigen amtlichen Lichtbildausweis mitzubringen.
Bei Nichtbestehen der Lenkerprüfung können keine Ansprüche gegen die Fahrschule erhoben werden.
Bei Nichtbestehen der Lenkerprüfung ist neuerlich nach Punkt III 1.) und 2.) vorzugehen.

 

IV. Ausbildungskosten und deren Verrechnung

 

Die Kosten der Ausbildung richten sich nach den jeweils gültigen und gemäß dem Kraftfahrgesetz in der Fahrschule anzuschlagenden Fahrschultarifen. Erstreckt sich die Ausbildung über einen längeren Zeitraum, werden allfällige Tarifänderungen angepasst.
Bei Beginn der Ausbildung hat der Fahrschüler den gesamten Kursbetrag zu entrichten. Ist dieser Betrag durch Teilleistungen der Fahrschule aufgebraucht, kann die Fahrschule weitere Anzahlungen in der Höhe der voraussichtlich anlaufenden Ausbildungskosten fordern.
Die Endabrechnung der Ausbildungskosten erfolgt vor Antritt zur praktischen Prüfung. Ergibt sich bei dieser Rechnungslegung ein Saldo zu Gunsten der Fahrschule, so ist der Betrag vor Antritt zur behördlichen Lenkerprüfung vom Fahrschüler zu entrichten. Ein Saldo zu Gunsten des Fahrschülers wird von der Fahrschule zum gleichen Zeitpunkt zurückerstattet.
Sollte sich während der Ausbildung herausstellen, dass die Behörde die für die Zulassung zur Lenkerprüfung erforderlichen persönlichen Voraussetzungen gemäß § 64 Abs 2 KFG als nicht gegeben erachtet, so hat der Fahrschüler dies sofort der Fahrschule mitzuteilen und die von ihm bis dahin in Anspruch genommenen Leistungen zu bezahlen.
Im Falle einer Prüfungswiederholung ist eine Prüfungsgebühr an die Behörde und eine Wiederholungsgebühr an die Fahrschule zu entrichten.

 

V. Verzugsfolgen

 

Der Ausbildungsauftrag gilt spätestens mit Verfall des Führerscheinantrags als beendet.
Werden einzeln vereinbarte Leistungen mindestens 48 Stunden vor dem vereinbarten Termin abgesagt, so werden diese nicht in Rechnung gestellt. Samstage sowie Sonn- und Feiertage bleiben bei der Berechnung dieser Frist außer Betracht. Wird diese Frist nicht eingehalten, werden 70% des jeweiligen Fahrstundenpreises dem Fahrschüler verrechnet.
Ein Rücktritt des Fahrschülers von dem (mit ihm gemeinsam) festgelegten Prüfungstermin, muss der Behörde vom Fahrschüler nachweislich fünf Tage vorher mitgeteilt werden; in diesem Fall erwachsen dem Fahrschüler keine Auslagen.
Ansprüche aus dem vorläufigen Entfall einer Teilleistung stehen dem Fahrschüler nicht zu.

 

VI. Schlussbestimmungen

 

Für Streitigkeiten aus dem Ausbildungsvertrag bestimmt sich die örtliche Zuständigkeit des Gerichtes nach den jeweiligen gesetzlichen Bestimmungen.
Der Auftrag gilt als erfüllt, wenn der Kandidat zur Prüfung antritt. Sollte der Kandidat die Ausbildung unangekündigt unterbrechen oder aus welchem Grund auch immer nicht fortsetzen, so gilt der Ausbildungsauftrag drei Monate nach der letzten Anwesenheit des Kandidaten automatisch als erfüllt und ist abzurechnen. Anmerkung: Im Laufe der Ausbildung werden Fotos in der Fahrschule gemacht. Diese werden auf unserer Homepage und im Fahrschulgebäude veröffentlicht. Falls Sie keine Veröffentlichung Ihres Fotos haben möchten, melden Sie dies bitte noch vor Kursbeginn im Büro.

 

Stand: 14. April 2010